Design

Verfasst von // 02. April 2012

Perfektion (im Design) ist nicht erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn nichts mehr entfernt werden kann.

Layouts in Drupal heissen "Themes" und spiegeln im Grunde nichts anderes wider, als das optische Gerüst der Webanwendung. So wie die Fassade bei einem Haus. Kurz und knapp: Das Aussehen der Webanwendung.

Hierbei wird in 3 Kategorien unterschieden:

  • Das Interface für die Endnutzer, also die User, welche die Anwendung am Ende nutzen
  • Die Oberfläche für die Redakteure, die die Anwendung mit Inhalten füllen.
  • (Der Fall, in dem Endnutzer gleichzeitig Inhalte erstellen, wie z.B. bei Communities)


In allen drei Fällen ist die oberste Prämisse ein perfekt auf die Nutzergruppe angepasstes Interaction-Design. Neben einer ansprechenden Optik (z.B. im Sinne des Corporate Designs) geht es hierbei vor allem um eine "wirkungsorientierte" Anmutung. Das heisst schlicht: Die Seite muss nicht nur gut aussehen, sondern auch auf solche Weise mit den Nutzern interagieren können, dass diese zu jeder Zeit das finden, nach dem sie suchen. 

Interaction Design ist also noch ein Schritt mehr. Es ist die Antwort auf die Frage: Was passiert wenn ich hier klicke, mit der Maus rüberfahre oder den Bildschirm berühre. Dieser Aspekt wird nur allzu gern unabsichtlich übersprungen oder vergessen. Nur allzu oft werden Webseiten anhand von Photoshop-Dummies nachgebaut, die allerdings keine Antworten auf das Verhalten der Webseite bei User-Interaktion geben. 

Das Dilemma: Oft beissen sich die Konzepte "ansprechende Optik" und "wirkungsorientierte Optik" auf das Heftigste.

Denn: Nicht alles, was wunderbar aussieht, ist auch gleichzeitig aus der Perspektive des Endnutzers sinnvoll. Ganz einfaches Beispiel gefällig:

  • "Ansprechende Optik": Auf einer blauen Straße mit blauen Häusern steht ein blaues Stopp-Schild.
  • "Wirkungsorientierte Optik": Auf einer blauen Straße mit blauen Häusern steht ein rotes Stopp-Schild.

Das harmonische Look and Feel aus der ersten Variante mag auf den ersten Blick besser zu dem Gesamtbild der Erscheinung "Blaue Straße" passen, versagt aber bei der Nutzer-Interaktion kläglich. Warum? Es fällt einfach nicht auf. 

So einfach und banal dieses Beispiel aus der "echten Welt" klingen mag - in der virtuellen Welt des Webdesigns ist es der mit am Häufigsten vorkommende Fehler. Als würden dort die simplesten Regeln aus der Realität keine Bedeutung mehr haben. 

Unser Corporate Design ist blau. Also darf der "Jetzt-Kaufen-Button" keine andere Farbe haben, als eben dieses Blau.

Drupal bietet alle Möglichkeiten, um zielgerichtetes und wirkungsorientiertes Design auf allen Endgeräten zu ermöglichen und dabei so ganz nebenbei einfach noch gut auszusehen.

Dies erfordert jedoch zwingend ein durchdachtes und bis ins kleinste Detail ausgerarbeitetes strukturelles Feinkonzept mit dem Ziel eines Layouts, an dem nichts mehr entfernt werden kann.

 

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